Wie wirkt die Istanbul-Konvention in Schleswig-Holstein und Rendsburg-Eckernförde?
- Vortrag & Gesprächsrunde
- mit Catharina Nies, Landtagsabgeordnete B´90/Die Grünen, Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion für Frauen und Gleichstellung
- Silvia Kempe-Waedt, Geleichstellungsbeauftragte des Kreises RD-Eck
- Andrea Gonschior, Frauenhaus Rendsburg
- Florian Wiemers, Kinderschutzzentrum Kiel
„Gewalt an Frauen ist keine Privatsache. Wenn 50 % der Bevölkerung sich statistisch gesehen zuhause nicht sicher fühlen kann, ist das ein Problem der inneren Sicherheit, gegen das wir konsequent vorgehen müssen.“ (Catharina Nies)
Häusliche Gewalt hat viele Facetten.
Laut Polizeistatistik passieren 24,5 % aller Gewalttaten in Deutschland im Kontext häuslicher Gewalt. 70 % der Betroffenen sind Frauen. Jede vierte Frau in Deutschland wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von häuslicher oder sexualisierter Gewalt. Die Gewalt geht überwiegend von nahestehenden Männern aus. Wieweit höher die Betroffenheit von häuslicher und sexualisierter Gewalt im Dunkelfeld ist, zeigt die neue Dunkelfeldstudie der Bundesregierung.
Schleswig-Holstein setzt den Gewaltschutz in dieser Legislatur als ein wichtiges Thema der Landespolitik und nimmt den verbesserten Schutz von Frauen und ihren Kindern stark in den Fokus. Denn die Istanbul-Konvention ist seit 2018 geltendes Bundesrecht. Damit hat Deutschland sich dazu verpflichtet, Frauen und ihre Kinder wirksam vor Gewalt zu schützen.
Diese Verpflichtung gilt auf allen Ebenen: im Bund, in den Ländern, im Kreis und vor Ort in unseren Städten.
Was bedeutet das konkret für Schleswig-Holstein, für den Kreis Rendsburg-Eckernförde und für Rendsburg? Was wurde bereits erreicht?
Und wo besteht Nachholbedarf?
Was bedeutet Gewalt in der Familie für Kinder?